Buchcover, Einmachglas, Mülsi und Edelstahlbrotdose
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Es geht auch ohne Plastik – Buchrezension

Plastik überall

Schon seit einigen Jahren versuche ich, auf überflüssiges Plastik zu verzichten. Trotzdem war ich neugierig, worauf Sylvia Schaab in ihrem Buch „Es geht auch ohne Plastik“ abzielt. Das Beste gleich vorweg – es gibt immer mehrere Wege und Sylvia Schaab verpackt das Thema so, dass man Lust hat mitzumachen.

Das Buch

„Es geht auch ohne Plastik“ ist ein dickeres Taschenbuch mit schlichtem Umschlag und natürlich auf Umweltpapier gedruckt. Das soll zu den Äußerlichkeiten reichen, denn zum Innenleben gibt es mehr als genug zu sagen. Das beginnt mit der persönlichen Geschichte der Autorin, die berichtet, wie es dazu kam, dass sie auf Plastik verzichten wollte. Im Buch beschreibt sie auch die durchaus unterschiedlichen Reaktionen ihrer Kinder. Sie lässt alles gelten von „Super, Mama, ich mache mit“, bis hin zu einer gewissen Verweigerungshaltung. Das war mir gleich sympathisch. Und so geht es dann auch weiter. Nach ein paar Basics zum Thema Plastik, steigt Sylivia Schaab tiefer ein. Sie beginnt beim Einkaufen, Kochen und Mitnehmen von Essen, weiter geht es im Haushalt beim Putzen, im Bad und allgemein beim Wohnen. Auch Garten, Urlaub, Kinder und Geschenke werden unter die Lupe genommen. Zu allen Bereichen gibt es hilfreiche Tipps, die oft auf zwei oder drei Möglichkeiten verweisen.

In der Küche

Logischerweise ziehen mich die Tipps zum plastikfreien Einkaufen und Kochen am meisten an. Hier beginnt der Praxisteil mit einer Bestandsaufnahmen: Wo steckt eigentlich Plastik drin? Das Ergebnis ist umfassend: Offensichtliches wie Fertigprodukte in Plastikschalen, aber auch die Kunststoffbeschichtungen in Konservendosen bis hin zum Thermopapier der Kassenbons finden Beachtung. Dann geht es an die Umsetzung. Diese lautet zum Beispiel beim Thema Obst und Gemüse:

  • Für Eilige: Lose kaufen
  • Für Puristen: Bio-Supermarkt ansteuern
  • Für Motivierte: Hofläden, Solidarische Landwirtschaft
  • Für Hobbygärtner: Selber anbauen

So öffnet Sylvia Schaab allen einen Weg, egal ob sie wenig Aufwand betreiben oder vollen Einsatz zeigen möchten. Immer wieder berichtet die engarierte Plastikgegnerin von ihrem persönlichen Weg. Bei mir geht das so, ich bevorzuge dies und das, meine Familie mag am liebsten … So bleibt das Buch nah am Familienleben und ich bekomme das Gefühl, auch selber einiges schaffen zu können.

Noch mehr Lebensbereiche

Ich mochte auch die Kapitel zu Büro und Schule ohne Plastik und zu Spielen ohne Plastik, denn sie geben viele Anstöße, worauf wir noch achten könnten. Oft sind es kleine Dinge, die leicht umsetzbar sind. So haben wir dieses Jahr zum Beispiel ausschließlich Pappmappen für die Schule gekauft und eine Edelstahldose ersetzt die Brotbox aus Plastik.

Mein Fazit

Das Buch „Es geht auch ohne Plastik“ von Sylvia Schaab erschienen im Goldmann-Verlag, schafft es, mich noch ein bisschen weiter in Richtung „Plastikfrei“ zu schubsen. Mit vielen praktischen Tipps und Umsetzungsvorschlägen ist in jedem Kapitel etwas dabei, das zum Umstellen oder Nachdenken anregt. Ein gelungener Rundumschlag, für alle, die sich dem Thema Plastik im Alltag nähern wollen, dabei aber keinen erhobenen Zeigefinger mögen.

Hinweis: Ich bedanke mich herzlich für das kostenlose Rezensionsexemplar. Für den Artikel oder die darin geäußerte Meinung habe ich kein Honorar erhalten.

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