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Nachhaltigkeitscamp Bonn 2019

Von Seife, Lastenrädern und Müllverwertung

Am Freitag den 27.9.2019 war es wieder soweit: Engagement Global und Bonn digital luden zum vierten Bonner Nachhaltigkeitsbarcamp ins BaseCamp ein. Für mich war es das dritte Nachhaltigkeitsbarcamp. Die Location war wie immer klasse, der Empfang freundlich und das Publikum gut gemischt. Die Vorstellungsrunde mit Namen und drei persönlichen Hashtags bewältigten die Teilnehmer in Rekordzeit, die Vorstellung der vielen, vielen Sessions dauerte dafür umso länger. Die Auswahl war riesig!

Meine Sessions 2019

Noch bevor ich mich zwischen all den tollen Angeboten entscheiden musste, habe ich Jutta Westphal von den Reinlandseifen kennengelernt. Sie stellt handgesiedete Naturseifen her, die ohne Plastik, Palmöl oder tierische Bestandteile auskommen. Und zwar zum Händewaschen und Duschen, zum Haarewaschen, aber auch zum Putzen und Spülen. Ich bin fasziniert und hätte gerne ihre Session besucht. Aber erstens war es dort sehr voll (ich bin wohl nicht die einzige, die Naturseifen toll findet) und außerdem berichtete Uli Kindermann gleichzeitig von seinem ErnährungsRad, einem Lastenrad, das er besonders gerne zum Transport von Lebensmitteln benutzt. Zum Beispiel für die Schokofahrt, die Weinfahrt oder um Obst aus der Rheinlandobst-SoLaWi in Meckenheim zu holen.

Am 2. Oktober startet in Bonn die Schokofahrt #6. Am 2.10 gegen 10 Uhr heißt es Abschied nehmen auf dem Frankenbadplatz, am 8.10 gegen 18 Uhr ist das Team zurück. Vermutlich wird es am Kirchenpavillon am Kaiserplatz in Empfang genommen. Notiz an mich selbst: Im Oktober emissionsfreie Schokolade kaufen!

In der Session stellten wir fest, dass eine Plattform fehlt, auf der Aktionen wie die eintägigen Weinfahrten an die Ahr oder eine noch zu planende Bierfahrt zu finden sind. Eine Möglichkeit könnte der Bonner Foodiekalender sein.

Außerdem lernte ich, dass es in Bonn weit über 20 Lastenräder gibt, die man leihen kann. Lastenräder mit und ohne e-Antrieb gibt es bei Bolle kostenlos (Spenden erwünscht) zum Ausleihen.

Ein neuer Unverpackt-Laden für Bonn

In der nächsten Session stellten sich die Gründer des zweiten Unverpackt-Ladens in Bonn vor. Schon im November soll es losgehen. Sogar Butter im Pfandglas ist geplant und die Seifen von Jutta Westphal gefielen auch. Leider ist er für mich nicht so richtig nah, so dass ich den täglichen Einkauf dort eher nicht erledigen werden, aber einen Besuch statte ich dort bestimmt mal ab. Ein Lieferservice per Lastenrad schwebt den beiden Gründern übrigens auch vor. Das Thema hatten wir doch heute schonmal …

Entsorgung, Trennung, Recycling

In der letzten Session habe ich viel Interessantes über die Entsorgung, Trennung und Verwertung von Müll gelernt. Saskia Kutsche von der SWB Verwertung in Bonn erklärte die Grundlagen, wartete aber auch mit detaillierten Fakten auf. Zum Beispiel über Nutella-Gläser.

Im Gegensatz zum Nutellaglas ist ein leeres Marmeladenglas kein Problem. Das Glas kann ohne weiteres wiederverwendet werden und die Beschichtung im Deckel löst sich im Recyclingprozess problemlos ab. Ich werfe leere Konserven- oder Marmeladengläser sowieso nur selten weg, denn ich benutze sie für Brotaufstriche, Marmelade und zur Aufbewahrung von trockenen Lebensmitteln.

Dass Pizzakartons vom Lieferservice nicht in den Papiermüll gehören, hatte ich schonmal gehört. Wie groß das mögliche Ausmaß der Verunreinigung ist, war mir allerdings nicht klar. Fettige Pizzakartons (und sie sind eigentlich immer fettig) beeinträchtigen das Recycling enorm. Wer mehr von der Müllverwertung lesen oder sehen möchte, folgt Saskia Kutsche und ihren KollegInnen auf Twitter oder Instagram.

Ein Ende mit Scherbe

Als ich dann am Ende des Barcamps nach Hause radeln wollte, gab es eine böse Überraschung. Der Hinterreifen meines Fahrrads war platt. Zum Glück konnte ich eine Luftpumpe leihen, so dass ich mit der neuen Luft fast bis nach Hause radeln konnte. Den Glassplitter im Reifen habe ich am nächsten Morgen zum Glück auch schnell gefunden. So konnte ich dann schnell zum Agrikulturfest auf dem Münsterplatz radeln. Dazu schreibe ich bald mehr.

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