Schreiben,  Website

In fünf Schritten zu einer aussagekräftigen „Über mich“-Seite

Dank diverser Baukästen ist es einfach, eine Website zusammenzubauen. Ein Download hier, ein Klick dort – Design auswählen, fertig! Beim Inhalt wird es schon komplizierter: Welche Menüpunkte brauche ich, wie spreche ich meine Kunden an, was ist mit Suchmaschinenoptimierung? Aber selbst wenn das geklärt ist, bleibt bei vielen Selbständigen ein großes Fragezeichen: Was schreibe ich auf meine „Über mich“-Seite?

Klar, nichts ist schwerer, als sich selbst zu beschreiben. Aber mit ein paar Denkanstößen gelingt ein aussagekräftiger Text. Gute Ansätze sind zum Beispiel: Was macht meine (Unternehmer-)Persönlichkeit aus? Oder: Welche Worte beschreiben mich und meinen Beruf treffend? Die folgenden Absätze geben Anhaltspunkte für eine aussagekräftige „Über mich“-Seite. Unten gibt es die Kurzfassung als pdf zum Download.

Schritt 1: Wer bin ich?

Ein viel genannter Tipp ist: Zeige Persönlichkeit! Klingt gut, aber wie? Dafür eignen sich kleine Geschichten. Wie bin ich die Person geworden, die ich heute bin? Was hat meinen Weg bereitet oder was stand im Weg. Die Geschichte darf ruhig ein wenig verwinkelt sein. Nichts liest sich langweiliger, als die schnurgerade Geschichte vom Kind aus gutem Hause, das in die Fußstapfen des Vaters getreten ist. Es lohnt sich, ein bisschen nachzudenken. So kam mir der Gedanke von meiner Leidenschaft für süße Pfannekuchen zu erzählen, auch wenn die nicht gerade für gesunde Ernährung stehen.

Neben einer persönlichen Geschichte sollten ein paar Rahmendaten zu Ausbildung und Berufserfahrung zu finden sein. Weniger wichtig sind an dieser Stelle Angebot und Leistung, denen ich im Menü einen eigenen Punkt einräume.

Schritt 2: Worte sind wichtig

Natürlich lege ich als Texterin großen Wert auf die richtigen Worte. Die sind sowohl für den Leser als auch für die Suchmaschine wichtig. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist allgegenwärtig. An jeder Ecke gibt es Experten und Werkzeuge für die richtige Wortwahl. Natürlich kann es sinnvoll sein, sich mit unterschiedlichen Zielgruppen auseinandersetzen und Klickzahlen für bestimmte Keywords zu recherchieren. Für mich als Soloselbständige genügt es eine Nummer kleiner: Wer seinen Kunden zuhört, findet die Worte, die er braucht. Denn die Begriffe, die ein Kunde nutzt, um über mich zu sprechen, sind wahrscheinlich auch die, die er in die Suchmaschine eingibt. Dazu kommen eigene Ausdrücke, vielleicht ein wichtiger Fachbegriff, um sich als Experte zu positionieren. Fachworte sollten immer erklärt werden, damit alles leicht verständlich ist. Und wenn der Text steht, darf er online gehen. Wahrscheinlich gibt es immer etwas zu verbessern, aber man kann es auch übertreiben.

Schritt 3: Äußerlichkeiten

Natürlich kommt es vor allem auf die inneren Werte an, aber ich möchte den Besucher der Website ja dazu bringen, den Text zu lesen. Das Leseverhalten im Netz ist anders als bei gedruckten Texten. Niemand liest eine Internetseite von oben bis unten. Im Netz wird gescannt. Das heißt, der Leser überfliegt die Seite und versucht sie zu erfassen. Treffende Überschriften erleichtern das. Daran bleibt das Auge hängen. Wenn der folgende Absatz leicht verständlich ist, ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass der Leser dabeibleibt. Für gute Verständlichkeit sorgen kurze Sätze, einfache Worte und wenig Nebensätze. Ein guter Test ist, sich den Text laut vorzulesen. Geht das gut, ist er leicht verständlich.

Schritt 4: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Braucht die Seite ein Bild von mir? Meine Antwort ist ganz klar: Ja! Wenn ich auf einer Website bin, klicke ich gerne auf das Profil, denn ich hoffe, ein Foto der Person zu sehen. Gibt es hier nur Text oder hübsche Naturbilder, beginnt meine Phantasie Blüten zu treiben. Daher plädiere ich ganz klar für eine Foto. Sei es ein Porträt oder ein Foto in Aktion. Auf jeden Fall möchte ich sehen, wer hinter dem Produkt oder der Dienstleistung steht. Das macht es mir einfacher zum Telefon zu greifen.

Schritt 5: Einfache Kontaktaufnahme

Mit dem Griff zum Telefon bin ich schon beim nächsten Thema. Am Ende meiner „Über mich“-Seite hat der Websitebesucher hoffentlich einen guten Eindruck von mir gewonnen. Er hat Persönliches gelesen, grundlegende Infos erhalten und ein Bild von mir gesehen. Und jetzt? Jetzt muss er aktiv werden. Um das möglichst einfach zu machen, folgt hier der sogenannte Call to action. Also eine konkrete Aufforderung und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit Telefonnumer, Mailadresse oder per Kontaktformular. Zum Beispiel so: Sie brauchen Hilfe bei Ihrer Über-mich-Seite? Schreiben Sie mir eine Mail!

Kurzer Überblick gefällig? Hier gibt es die Checkliste für die Über-mich-Seite als pdf-Download.

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