Kochen

Quittengelee kochen

Ich finde Quitten ziemlich cool, denn wenn alles gut läuft, kann man aus ihnen Gelee kochen, ohne weitere Geliermittel zuzusetzen. Das probiere ich aus. Mitte September ist eine gute Zeit zum ernten, da sind die Quitten noch nicht ganz reif und enthalten viel Pektin. Während der Reifung wird es immer weiter abgebaut.

Unreife Quitten sind mit einem Flaum bedeckt. Den rubbele ich mit den Händen oder einem feuchten Küchentuch ab. Dann nehme ich ein stabiles Brett und ein schweres, scharfes Messer. Damit viertele ich die Quitten.

Tipp: Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, steckt die Quitten vor dem Schneiden für circa 20 Minuten in den Ofen. Das mache ich aber nur, wenn der Ofen eh gerade läuft und ich so die Restwärme nutzen kann.

Wenn die Quitten nicht sehr hart sind, entferne ich auch noch das Kerngehäuse. Dieses Jahr sind die Quitten relativ klein und fest, deshalb beschließe ich die Gehäuse mitzukochen und erst später zu entfernen. Dabei kriegt man zwar klebrige Hände, aber das stört mich nicht.

Quittensaft gewinnen

Die Quittenviertel in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Aufkochen und ein bisschen köcheln lassen. Wer es eilig hat, lässt die Quitten 30 Minuten köcheln. Wer mehr Zeit hat, lässt die Quitten im Topf abkühlen. Dabei geben sie noch mehr Geschmack an den Saft ab. Ich gieße die Quittenstücke durch ein feines Sieb. Wer den Saft ganz klar haben möchte, legt das Sieb mit einem Mull- oder Küchentuch aus. Dann ist mehr Geduld gefragt.

Quittengelee kochen

Um Quittengelee ohne Geliermittel zu kochen, braucht man die Kerngehäuse, denn darin steckt besonders viel Pektin. Damit ich das Pektin herausbekommt, aber keine Kerne im Gelee habe, stecke ich die Gehäuse in ein Säckchen, das ich mitkochen kann.

Quittengelee

Für das Gelee brauche ich

  • 1,5 Liter Quittensaft
  • 750 Gramm Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • Kerngehäuse im Säckchen
  • Schraubgläser mit Deckel

Gläser und Deckel gründlich spülen, mit klarem Wasser abwaschen und mit kochend heißem Wasser füllen. Den Quittensaft mit den Kerngehäusen aufkochen. Den Zucker einrühren und alles sprudelnd kochen lassen. Nach etwa fünf Minuten die Gelierprobe machen. Dafür etwas heißes Gelee auf einen kalten Teller geben und kurz warten, ob es schon geliert. Wenn das Gelee noch nicht fest wird, eine weitere Minute kochen lassen.

Ich habe nach etwa 10 Minuten aufgegeben und das Gelee zusätzlich mit einem Geliermittel angedickt. Ich habe ein Produkt aus Kartoffelstärke, Pfeilwurzelmehl und Agar Agar ausprobiert, reines Pektin hätte aber sicherlich auch funktioniert. Wer keine Lust auf Experiente hat, nimmt von vornerein Gelierzucker 2:1, dann klappt’s bestimmt.

Ich war entweder zu ungeduldig oder in den Quitten war zu wenig Pektin. Egal wie, mein Quittengelee ist herrlich hellrosa und schmeckt richtig gut.

Quittenstücke verwerten

Wenn der Quittensaft abgegossen und das Kernegehäuse entfernt ist, bleiben die Quittenviertel zurück. Zum Wegschmeißen sind sie mir viel zu schade, deshalb mache ich daraus Fruchtleder. Die Anleitung gibts hier.

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